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Brotkunde / Schon gewusst?





Der Tag des Butterbrotes



Ob Stulle, Kniffte, Bemme oder Schnitte – das Butterbrot ist in ganz Deutschland grundlegender Bestandteil der Ernährungskultur. Seit 1999 wird das Butterbrot deshalb mit einem Aktionstag Ende September geehrt. Dabei ist das, was „drunter“ ist, mindestens genauso entscheidend, wie das, was „drauf“ kommt: Mit mehr als 300 Sorten Brot und 1.200 Sorten Kleingebäck hat sich im Verlauf der Jahrhunderte in Deutschland eine einzigartige Backwarenvielfalt und Backkultur entwickelt. Nicht umsonst nennt man Deutschland „Weltmeister im Brotbacken“. 1

 

Nach archäologischen Erkenntnissen beginnt die Geschichte des Brotes wahrscheinlich in Afrika. Bereits um 3000 v. Chr. gab es im alten Ägypten erste Bäckereien. Mit Reibsteinen, Mörsern, Reibmühlen rückte man dem Getreide zu Leibe und verarbeitete es zu Schrot. Mit Wasser, Milch und Fett wurde daraus ein Brei gerührt, der auch heute noch in vielen Teilen der Welt Grundbestandteil der täglichen Kost bedeutet.2

 

Mit der Expansion des römischen Reiches gelangte wahrscheinlich das Wissen um die Kunst des Backens nach Europa. Nach den römischen Grundtechniken wurde mit kleinen Veränderungen in ganz Europa bis ins 19. Jahrhundert hinein Brot gebacken. In vielen Dörfern gab es Gemeinschaftsöfen, in denen einmal in der Woche jeder sein Brot backen konnte. Im Mittelalter entstanden in Europa aus Hausbäckereien die ersten gewerblichen Backbetriebe – und etwas später die Bäcker- und Müllerzünfte.

 

Als Anfang des 20. Jahrhunderts Teig-Knetmaschinen und Dampfbackofen erfunden wurden, erhielten die Bäcker in ihren Backstuben Unterstützung. Seither ist es möglich, große Mengen an Backwaren in der gleichen hohen Qualität herzustellen. Dem Einfallsreichtum und handwerklichem Können der Bäcker ist es zu verdanken, dass es immer wieder neue und köstliche Brote gibt – die Grundlage für ein leckeres Butterbrot.

 

 

1 www.grossbaecker.de

2 www.butterbrot.de

 



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